Oberstufe - Lebensnahes Lernen
Die Oberstufe besuchen Schülerinnen und Schüler der siebten bis zehnten Jahrgangsstufe.
Der Schultag beginnt auch in der Oberstufe um 8.25 Uhr und endet im Rahmen der Kernzeit um 12.40 Uhr. Darüber hinaus besuchen die Schülerinnen und Schüler den am Nachmittag angebotenen Fachunterricht (Französisch, praktische Fächer, Sport).
In der Oberstufe haben die Schüler die Möglichkeit neue Fächer und Fächerverbindungen selbst zu wählen. Je nach ihren Fähigkeiten können Sie aus folgenden Schwerpunkten ihren Bereich aussuchen:
- Technik
- Gewerblich-technischer Bereich
(Werken, technisches Zeichnen u.U. auch CAD) - Soziales
- Sozial-hauswirtschaftlicher Bereich
(Hauswirtschaft, sowie einige Stunden über Pflegeberufe) - Wirtschaft
- Kommunikationstechnischer Bereich
(Computer-Grundwissen; Standardwerkzeuge für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentation) - Informatik
- Computer-Grundwissen
(über die Standardwerkzeuge hinaus auch Datenbanken, Programmiersprachen und Internet)
In diesem Rahmen der freien Fächerwahl kommt die Montessori-Pädagogik den individuellen Lernbedürfnissen der Schüler möglichst weit entgegen.
Projekte und Planspiele
Ein sehr guter Weg, um Schüler auf den Berufsalltag vorzubereiten sind möglichst praxisnahe Arbeitsweisen. So finden in der Oberstufe kontinuierliche Projekte statt, die den Schülern ein lebensnahes und erfolgreiches Lernen ermöglichen. Hier einige Beispiele:
Schülerfirma Pausenverkauf
Alle Schülerinnen und Schüler der 7. Jahrgangsstufe arbeiten in dieser Schülerfirma mit. Sie sorgen für gesundes Essen in der großen Pause, die täglich von 10.40 - 11.10 Uhr stattfindet. Angeleitet werden sie dabei von Schülern der 8. Klasse und einer Pädagogin. Von der Arbeitsplanung und den Bestellungen über die Kalkulation und Zubereitung bis hin zum Verkauf und zur Abrechnung liegt die gesamte Firma in Schülerhand. Und dafür gibt es dann natürlich eine Belohnung: Der Gewinn, der dabei erwirtschaftet wird, ist für die gemeinsame Englandfahrt im neunten Schuljahr bestimmt.
Betriebspraktikum
Ebenfalls ab der 7. Jahrgangsstufe beginnen die Schülerinnen und Schüler mit den Betriebspraktika. Zuerst absolvieren die Schüler zwei oder drei Tagen in den Betrieben, dann steigern sich die Arbeitstage bis zu einer kompletten Arbeitswoche. Für die 8. Jahrgangsstufe sind drei Praktikumswochen obligatorisch. Bei Bedarf kann auch in der 9. oder 10. Jahrgangsstufe noch ein Praktikum durchgeführt werden.
Planspiel Bewerbungsgespräch
Um die Schüler auf die wichtige Situation "Bewerbungsgespräch" vorzubereiten, führen alle Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe ein simuliertes Bewerbungsverfahren mit Partnern aus der Wirtschaft durch. Dazu fertigen sie ihre Bewerbungsunterlagen an, reichen diese ein und führen zwei Bewerbungsgespräche, eines an einem Vormittag in der Schule und eines mit einem Gesprächspartner "vor Ort". Sie erhalten dabei jeweils sofort ein Feedback und erfahren auf diese Weise gleich, ob sie "angekommen" wären.
Englandfahrt
Jedes Jahr fährt die 9. Jahrgangsstufe nach Broadstairs (Kent). Die Schüler haben vormittags Unterricht in der Kent School of English und nehmen nachmittags und abends an den unterschiedlichsten Aktivitäten teil (Barndance, Cinema, Beachvolleyball, Bowling, Folksinging, Disco, Karaoke...). Ausflüge nach Canterbury und London stehen ebenfalls auf dem Programm. Die Unterbringung erfolgt in Gastfamilien, so dass die Schülerinnen und Schüler im Fach Englisch noch einmal intensiv auf die danach beginnenden Prüfungen zum QA (siehe unten) vorbereitet werden. Die Finanzierung wird erleichtert durch die während des siebten Schuljahres selbst erwirtschafteten Gewinne aus dem Pausenverkauf.
Montagseinstieg
Montag morgen. Zuweilen ist an diesem Wochentag der Einstieg etwas schwierig. Um in der neuen Arbeitswoche gut anzukommen, bieten die Lehrkräfte der Oberstufe ihren Schülern montags in der ersten Stunde unterschiedliche Aktivitäten an. So können die Schüler jonglieren, tanzen, englisch oder französisch frühstücken, meditieren oder aktuelle Ereignisse diskutieren.
Weitere Projekte
Nicht in jedem Jahr, aber häufig, können sich die Schülerinnen und Schüler an folgenden Aktivitäten beteiligen:
- Erlebnispädagogische Schullandheimaufenthalte und Touren
- "Das filmende Klassenzimmer" im Bavaria-Studio
- Mitarbeit in der Küche eines Seniorenheims
- Einwöchiger Erste-Hilfe-Kurs
- Besuch von Anonymen Alkoholikern
- Drogenberatung (DROBS Dachau)
- Humanitäre Projekte (z.B. "Brot für die Welt")
Schulabschlüsse
An unserer Montessori-Schule gibt es mit dem Qualifizierenden Hauptschulabschluss und dem Mittleren Schulabschluss zwei Möglichkeiten, die Schullaufbahn abzuschließen.
Der Qualifizierende Hauptschulabschluss, kurz auch (QA) genannt, ist eine freiwillige Leistungsfeststellung, der sich unsere Schüler am Ende der 9. Klasse unterziehen können. Sie werden dazu einer staatlichen Hauptschule zugeordnet - derzeit ist es die Mittelschule Dachau-Ost - und gelten als externe Kandidaten. Danach halten Sie sowohl ein Prüfungszeugnis der staatlichen Schule als auch ein Jahreszeugnis der Montessorischule in den Händen.
Mit guten Leistungen in der 9. Klasse und im QA erwerben unsere Schüler die Berechtigung zum Vorrücken in die 10. Klasse. Nach einem Jahr intensiven Lernens unterziehen sie sich als externe Schüler einer Prüfung, entweder an der Mittelschule Dachau-Süd oder an der Mittelschule Markt Indersdorf. Sind sie hier erfolgreich, so haben sie den Mittleren Schulabschluss (MSA) in der Tasche.
Weitere Wege
Das Bestehen der Prüfung zum MSA berechtigt zum Besuch einer Fachoberschule (FOS). Hier können die Schüler das Fachabitur erwerben; an der "FOS 13" unter Umständen auch die fachgebundene Hochschulreife. Falls Jugendliche erst eine Berufsausbildung durchlaufen wollen, können sie den Qualifizierenden Mittleren Bildungsabschluss (QUABI) erwerben. Die Voraussetzung dafür sind ein Ausbildungszeugnis mit Notendurchschnitt von mindestens 2,5 und die Note 3 in Englisch im Jahreszeugnis der 9. Klasse. Eine weitere Möglichkeit besteht mit der Berufsoberschule (BOS) für Schüler die neben dem MSA eine Berufsausbildung absolviert haben. Die BOS schließt mit der fachgebundenen oder der allgemeinen Hochschulreife (Voraussetzung: 2. Fremdsprache) ab.
Pädagogisches Team Oberstufe (7-10)
| Eva-Maria Botz | Klassenlehrerin Klasse 9 Süd |
| Jörg Feinauer | Klassenlehrer ks-Klasse |
| Hans-Georg Rau | Klassenlehrer M10 |
| Anne Reuße | Klassenlehrerin i-Klasse |
| Karin Schön | Klassenlehrerin Schönklasse |
| Christiane Wolf-Schweiz | Klassenlehrerin Wolfklasse |
| Ben Ansorge | Fachlehrer Wirtschaft |
| Luzia Czernich | Fachlehrer Englisch |
| Ellen Flocke | Fachlehrerin Sport, Französisch und Pädagogische Begleiterin |
| Roland Grüttner | Rektor, Fachlehrer Mathematik und Wirtschaft |
| Christian Hallweger | Fachlehrer Mathematik |
| Ruth Hillebrecht | Fachlehrerin Sport |
| Anne Schmidt-Klein | Pädagogische Begleiterin, Schülerfirma Pausenverkauf, Berufsorientierung |
| Uschi Sturm | Fachlehrerin Soziales |
| Felix Wiedemann | Fachlehrer Sport |
| Edith Wanner | Fachlehrerin Soziales |
Schülerfirmen
In einer Schülerfirma sammeln die Jugendlichen ab der 7.Jahrgangsstufe Erfahrungen im Wirtschaften. Sie lernen das Planen, Kalkulieren, Werben, Produzieren, Verkaufen und Abrechnen – die beste Vorbereitung auf das "richtige Leben". Mehr
Bewerbungsgespräch
Im Planspiel "Bewerbungsgespräch" vereinbaren die Schüler einen Termin vor Ort und müssen sich in einer sehr wirklichkeitsnahen Bewerbungssituation bewähren.
